Oper für alle 2018: Frühlingsgefühle trotz 7-Tage-Regenwetter

© Frank Blaser

 

Der Frühling hat dieses Jahr lange auf sich warten lassen. Doch dann ging es plötzlich los: Sonne, Blütenzauber und Seegeruch bescherten uns mit reichlich Vorfreude auf die kommende Gute-Laune-Saison. Dass die Vorboten des Sommers nicht lange halten würden, war ja klar. Das Wetter ist umgekippt, die Eisheiligen haben nun das Sagen und es herrschen wieder 7-Tage-Regenwetter.

Einen kleinen Lichtblick fand ich gestern völlig unerwartet in meiner Mail-Inbox: Am Samstag, 16. Juni 2018 findet die alljährliche Freiluftveranstaltung oper für alle auf dem Sechseläutenplatz statt. Dieses Jahr steht zum ersten Mal eine romantische Operette auf dem Programm: Franz Lehárs Das Land des Lächelns in der Regie von Andreas Homoki. Das hat bei mir als Opernliebhaberin und Sonnenanbeterin sogleich wieder Frühlingsgefühle hochleben lassen!

«Immer nur lächeln und immer vergnügt, immer zufrieden, wie’s immer sich fügt, lächeln trotz Weh und tausend Schmerzen», singt Prinz Sou-Chong und stimmt damit den melancholischen Grundton dieser Operette an.

Wer denkt, Opern seien nur einer intellektuellen Elite vorbehalten, liegt völlig falsch. Gerade Operetten waren ursprünglich als Unterhaltung für das “einfache Volk” gedacht. So gesehen ist die grossformatige Live-Übertragung auf dem Sechseläutenplatz ziemlich nah an der eigentlichen Idee der Operette. Die kostenlose, öffentliche Veranstaltung oper für alle bietet also eine wunderbare Gelegenheit dazu, um die Welt der Oper zu entdecken. Das heisst also: Schreibt euch den Termin in eurer Agenda ein und setzt euch am 16. Juni die Sonnenbrille auf die Nase, packt ein kühles Bier in den Rucksack und bringt ein paar Klappstühle zum Sechseläutenplatz mit. Und geht vor allem frühzeitig hin, um einen guten Platz zu ergattern. Es werden viele Menschen kommen. Übrigens: Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt, also auch bei 7-Tage-Regenwetter.


 

Worum gehts?

In der Operette Das Land des Lächelns treffen zwei junge Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen aufeinander: Während seines Aufenthaltes in Wien lernt der chinesische Diplomat Prinz Sou-Chong die aus einer adeligen Familie stammende Lisa kennen. Die beiden fühlen sich zueinander hingezogen und verlieben sich. Als Sou-Chong zum chinesischen Ministerpräsidenten ernannt wird, folgt ihm Lisa nach Peking. Dort wird sie mit fremden Sitten und uralten Traditionen konfrontiert, die ihre Liebe zu Sou-Chong auf den Prüfstand stellen.

Beitragsbild © Frank Blaser

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